Neugier auf Öl

Was ist Olivenöl extra vergine “mosto” ?
Olivenöl “mosto” erhält man bei der ersten Pressung der Oliven, wobei das Öl nach der Zentrifugation nicht weiter gefiltert wird; daher stammt die trübe, opalisierende Farbe. Das filtrierte Öl unterscheidet sich vom „mosto“ durch Klarheit und eine durchsichtige Farbe. Unser landwirtschaftlicher Betrieb produziert ausschließlich Olivenöl “mosto”.

Wird ihr Olivenöl extra vergine gefiltert?
Nein, unser Olivenöl extra vergine wird niemals gefiltert. Das Öl setzt sich aus circa 300 verschiedenen Substanzen zusammen, die gemeinsam die chemischen, schmeckbaren und nahrhaften Eigenschaft des Öls bestimmen und ihm die absolut bessere Würze verleihen. Das Öl enthält einen Anteil von aus der Frucht stammenden Wassers, der 0,25 % des fettlöslichen Teils entspricht ( siehe seifenlöslicher Anteil). In diesem kleinen Anteil von Wasser, der im Öl emulgiert verbleibt und der dem Öl seine opalisierende, milchige Eigenschaft verleiht, sind wertvolle, wasserlösliche Stoffe wie Vitamine und Polyphenole enthalten.
Durch die Filtration, und ausschließlich dadurch, werden dem Öl diese wertvollen Substanzen entzogen. Aus diesem Grunde wird unser Olivenöl nicht filtriert.

3. Warum wird Olivenöl extra vergine “mosto” nach einiger Zeit klar?

Das Öl “mosto” kann sich in einigen Fällen nach einiger Zeit “reinigen”, das heißt, es kann seine Farbe verändern und klar werden: dieses Phänomen kann durch einen plötzlichen Temperaturwechsel während des Transportes oder der Lagerung auftreten. Einmal gekauftes Öl extra vergine bleibt gut, wenn die Flaschen nicht der Sonne und Kälte ausgesetzt und in einem kühlen, dunklen Raum gelagert werden.

Ist es normal, dass sich Ablagerungen am Boden bilden?
Ja, die Ablagerungen am Boden sind ein Zeichen für die Echtheit des Produkts und können vermehrt auftreten, wenn das Öl gerade gepresst wurde, d.h., dass das Öl erst wenige Tage alt ist und keine Zeit hatte, die Ablagerungen in der Ölmühle zu bilden. Diese Ablagerungen am Flaschenboden stammen von schleimigen Bestandteilen des Öls und winzigen Resten von Fruchtfleisch, die im Öl verbleiben. Es ist normal, dass sich nach 2 bis 3 Monaten nach der Abfüllung ein wenige Millimeter dicker Bodensatz bildet.

Stimmt es, dass Olivenöl extra vergine mithilft, Cholesterin zu bekämpfen?
Ja, Olivenöl extra vergine ist ein guter Verbündeter im Kampf gegen Cholesterin. In der Tat ist Olivenöl extra vergine reich an Antioxidantien und Polyphenolen, die eine große Rolle bei der Oxidation des schädlichen Cholesterins LHL und der Anreicherung des guten Cholesterins DHL spielen und daher auch als “Arterienbürste” bezeichnet werden.

Stimmt es, dass Olivenöl extra vergine antioxidative Eigenschaften hat und hilft, gegen freie Radikale vorzusorgen?
Das Öl setzt sich aus circa 300 verschiedenen Substanzen zusammen, die gemeinsam die chemischen, schmeckbaren und nahrhaften Eigenschaft des Öls bestimmen und ihm die absolut bessere Würze verleihen. Unter diesen zahllosen Substanzen sind besonders die fettlöslichen Vitamine A, D, und K wichtig, Vitamin E ist wegen seiner antioxidativen Wirkung wichtig. 100 g Olivenöl extra vergine enthalten 22 mg Vitamin E, während 100 g Margarine nur 12 mg und 100 g Butter nur 2 mg Vitamin E enthalten.

7. Stimmt es, dass Olivenöl extra vergine schwerer zu verdauen ist als Butter?
Nein, das stimmt nicht. Das Gegenteil trifft zu. Olivenöl extra vergine ist das wertvollste pflanzliche Fett, das uns die Natur geschenkt hat. In der Tat ist Olivenöl extra vergine das einzige Fett pflanzlicher Herkunft, das infolge der AUSSCHLIESSLICH MECHANISCHEN Verarbeitung, bzw. der „ersten Pressung“ durch Zerquetschung und hydraulischer Pressung verzehrt werden kann. Die Verarbeitung erfolgt ohne chemische Substanzen oder verfälschende Prozesse. Andere Öle (Keim-, Erdnussöl, etc.) müssen dagegen laut Gesetz neben verschiedenen, mechanischen Extraktionen auch solchen Extraktionsprozessen ausgesetzt werden, die chemische Substanzen, wie Butan, Propan und (esano ?) enthalten.
Verdauungskoeffizient verschiedner Öle:

Seine chemische Zusammensetzung ist gekennzeichnet durch:
75% rd. Ölsäure: eine wichtige einfach ungesättigte Fettsäure, die am besten vom Körper verwendet wird und die Sekretion von Verdauungssäften stimuliert; daher die hervorragende verdaulichkeit von nativem olivenöl extra.
Ca. 15-20% von Linolsäure und Linolensäure: Sehr seltene und essentielle Säuren als stimulierender Faktor für Wachstum und Gesundheit der Haut.
Optimale Zusammensetzung der Fettsäuren: Gesättigte Fette: 16% ungesättigte Fette 84% davon 9% mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die die Neigung zur Selbstoxidation beeinträchtigen.
Das Vorhandensein von fettlöslichen Vitaminen wie Vitamin A, Vitamin D und Vitamin E ist sehr wichtig für seine antioxidative Wirkung, Vitamin K.
Vorhandensein von Antioxidantien und Polyphenolsubstanzen, die eine wichtige Wirkung gegen Cholesterin ausüben, um die Oxidation von schlechtem Cholesterin LHL zu vermeiden und das gute Cholesterin zu erhöhen. DHL wird auch als “Pinsel der Arterien” bezeichnet.
Verdaulichkeitskoeffizient einiger Öle Olive: Verdaulichkeitsindex 100 Sonnenblume: Verdaulichkeitsindex 83 Erdnuss: Verdaulichkeitsindex 81 Sesam: Verdaulichkeitsindex 57 Mais: Verdaulichkeitsindex 36

Kann Olivenöl extra vergine für alle Speisen verwendet werden?
Ja, Olivenöl extra vergine kann zur Zubereitung aller gekochten und rohen Speisen benutzt werden.
Unser Öl hat einen milden Geschmack, ist leicht fruchtig, schmeckt nach Mandeln, leicht nach Pinienkernen und Artischocken, und ist daher ideal für die Zubereitung von feinen Speisen wie Fisch und rohem oder gegartem Gemüse.

Was bedeutet der Säuregrad des Öls?
Der Parameter “Säuregrad” gibt den prozentualen Anteil von Ölsäure in einem Öl an und ist der Hauptindikator, der für die Gütebewertung der Öle benutzt wird. Der Säuregrad hängt direkt von der durch die Hydrolyse von Glyceriden erfolgten Freisetzung von Fettsäuren ab und ist ein qualitativer Parameter, der nur durch Laboranalysen bestimmt werden kann. Dieser Parameter erlaubt es, die eventuellen Veränderungen, denen die Oliven und das Öl während der Ernte, des Transports und des Herstellungsprozesses unterworfen sind, zu beurteilen.
Die Bestimmung des Säuregehalts im Labor ist eine einfache Analyse, die heute von fast allen Ölmühlen selbst durchgeführt werden kann. Ein Öl kann nur dann als EXTRA VERGINE eingestuft werden, wenn es mehr als 0,8% Ölsäuren enthält.

Sind Olivenöl und Olivenöl extra vergine gleich zu setzen?
Olivenöl und Olivenöl extra vergine sind zwei grundsätzlich verschiedene Produkte. Olivenöl extra vergine wird ausschließlich durch das Pressen der Olive gewonnen und hat einen prozentualen Anteil von Ölsäuren > 0,8%.
Olivenöl enthält zu 2/3 raffiniertes Olivenöl und zu 1/3 Olivenöl extra vergine. Es ist eine Mischung aus beiden Ölen.
Olivenöl vergine, das durch chemische Analyse und Geschmacksprobe nicht als „extra vergine“ eingestuft werden kann, wird auch als „Lampenöl“ bezeichnet, weil es früher in Öllampen benutzt wurde. Das Lampenöl wird von den Bauern / Ölmühlen an Raffinerien verkauft, die ihm mit chemischen Lösungsmitteln die Geschmacks- und Duftstoffe entziehen. Durch die Raffinierung erhält man ein Olivenöl, das klar, geschmacks- und geruchlos ist. Um dem Öl von niedrigster Qualität etwas Farbe und Geschmack zu verleihen, werden 20-30% Olivenöl extra vergine hinzugesetzt und das Öl unter der Bezeichnung „Olivenöl“ in den Handel gebracht.